Zivil / Uffizien-Museum

Museo degli Uffizi

civile: restauro beni artistici

Der Hintergrund

Das Museum der Uffizien in Florenz ist dank der außergewöhnlichen Sammlungen von Kunstwerken eines der berühmtesten der Welt. Die Galerie befindet sich in der obersten Etage des großen Gebäudes, das zwischen 1560 und 1580 von Giorgio Vasari als Sitz der Hauptverwaltung des toskanischen Staates errichtet wurde. Sie wurde auf Veranlassung des Großherzogs Francesco I gebaut und dank des Beitrags vieler Mitglieder der Medici-Familie erweitert, dann unter der Lothringer Dynastie und später durch den italienischen Staat umgestaltet und weiter ausgebaut.

Das Projekt

Cefla Engineering hat die anlagentechnische Umrüstung des gesamten Museumskomplexes durchgeführt: Hydrothermosanitäranlagen und Klimatisierung sowie die entsprechenden Elektro- und Steuerungsanlagen. Die strengen thermohygrometrischen Bedingungen, die erforderlich sind um sowohl den Besuchern maximalen Komfort zu garantieren als auch die korrekte Erhaltung der ausgestellten Werke sicherzustellen, erforderten die Installation hochentwickelter Klimatisierungssysteme. Die Systeme und Anlagen wurden, auch unter ästhetischen Gesichtspunkten, ad-hoc entwickelt und gebaut: es wurden technische Lösungen gesucht, die möglichst nicht invasiv und mit den architektonischen Bauwerken abgestimmt sind. Die Arbeiten wurden stufenweise und in Funktionsbereichen durchgeführt, um Dienstleistungsmängel und Unzugänglichkeiten des Museumskomplexes so weit wie möglich zu begrenzen.

TECHNISCHE EIGENSCHAFTEN

Aktuelle Ausstellungsfläche: 6.100 qm

Ausstellungsfläche nach der Baumaßnahme: 12.900 mq

Eingriffsfläche: 27.000 qm

Erhöhte Ausstellungskapazität: 800 Werke

Ausstellungskapazität bei Arbeitsende: 2.000 Werke

Erhöhung der zugelassenen Besucher: 4.000/Tag

Behandlungsanlagen: 14

Gesamte behandelte Luft: 80.000 mc/h

Installierte Heizleistung: 800KW

Installierte Kühlleistung: 900KW

Punkte, die durch das Steuersystem kontrolliert werden: ca. 1.000

2016: CMSA und CEFLA feiern die Einweihung des neuen Botticelli-Saals in der Uffizien-Galerie

Sie arbeiteten in der Uffizien-Galerie mit normalen Öffnungszeiten und mit temporären Ausstellungen, die wie üblich stattfanden. Cefla und CMSA sind die Unternehmen, die das Projekt „Nuovi Uffizi“ durchführen, und am 17. Oktober konnten sie mit der Einweihung des neuen Botticelli-Saals einen wichtigen Schritt im Fortschritt der Arbeiten feiern. Die Einweihung des neuen Botticelli-Saals, die vom Ministerium für Kultur und Tourismus, dem Amt für den Schutz der schönen Künste, Archäologie und Kulturlandschaften und von den Uffizien gefördert wurde, stellt die letzte Etappe eines Prozesses dar, der 2006 begann und an dem eine Gruppe von hochqualifizierten Restauratoren und Unternehmen beteiligt war: das Konsortium INTEGRA, die Genossenschaft CMSA, CEFLA, in einer zeitlich begrenzten Unternehmensvereinigung mit einer Gruppe von historischen Restauratoren des Museums. Die Renovierung des Raumes, in dem international bekannte Meisterwerke wie Botticellis „Geburt der Venus“ und „Primavera“ ausgestellt sind, erforderte einen erheblichen Einsatz von Ressourcen und eine komplexe Organisation der Arbeiten, Bauphasen und Logistik. Die am 17. Oktober vorgestellte Umbaumaßnahme des Botticelli-Saals ist die vierte in den letzten 65 Jahren. Der aktuelle Grundriss, der aus formaler Sicht mit seinen großen Lichtschächten, die durch das Profil der neuen Decke entstehen, an den ursprünglichen Grundriss von Bartoli aus dem Jahr 1948 erinnern soll, entspricht verschiedenen historischen, museographischen und funktionalen Anforderungen. Um der Projektlinie zu folgen, haben die Auftragnehmer eine komplexe netzartige Struktur geschaffen, die über dem Saal aufgehängt ist und die es ermöglicht, die originalen, intakt gebliebenen und von Wissenschaftlern überprüfbaren Dachstühle des Buontalenti-Theaters zu erhalten, die neue Decke mit ihren Lichtschächten zu tragen und ein fortschrittliches mechanisches und elektrisches System zur Versorgung des Saals und der Nebenräume zu schaffen, wobei alles vollständig überprüfbar ist. Mit der Einweihung der Räume der Frührenaissance (Botticelli, Pollaiolo und Lippi), die sich in der Mitte des Ostflügels befinden, sind die Bauarbeiten innerhalb des historischen Kerns der Galerie abgeschlossen. Die Arbeiten zur Modernisierung der Systeme, zur Restaurierung und zur funktionalen Anpassung, die in vier verschiedenen und aufeinanderfolgenden Phasen die gesamte Besucherroute der Galerie im zweiten Stock des Ostflügels wiederhergestellt haben, können daher als abgeschlossen betrachtet werden.

In den letzten Jahren wurden viele andere Arbeiten im und für das Museum durchgeführt, und zwar immer bei geöffneter Galerie und normalem Ausstellungsbetrieb. Um dies zu ermöglichen, haben die Unternehmen mit einem beträchtlichen Einsatz von Ressourcen eine komplexe Organisation der Arbeiten, der Bauphasen und der Logistik entwickelt, die in der Lage war, jede kritische Situation zu überwinden, die sich in Bezug auf Dienstleistungsmängel, Wege und Beziehungen zu Dritten ergeben hat. Diese Vorgehensweise, die darauf abzielt, jegliche mögliche Störung zu begrenzen, war der gemeinsame Nenner und die grundlegende Voraussetzung für jede Arbeit, die auf dem Gelände der Nuovi Uffizi durchgeführt wurde. Es ist zu bedenken, dass eines der Hauptziele des Projekts die Verdoppelung der Fläche der Ausstellungshallen ist, die von 6.100 auf 12.900 Quadratmeter anwachsen wird, was eine Erweiterung der Ausstellungsfläche um 111% bedeutet. Eine grundlegende Rolle im Projekt der Uffizien spielen die vertikalen Treppen-Aufzugs-Verbindungen, die den Besuchern einen längeren und vor allem sequentiellen Besuch ohne Unterbrechungen ermöglichen. Eine davon haben die UNTERNEHMEN bereits realisiert: „Die Neue Westtreppe“ (oder Natalini-Treppe). Es ist vielleicht das wichtigste Werk damit die „Museumsmaschine“ gut funktionieren kann: ein charakteristisches Element des Projekts von Natalini, Chimenti und Moroni, das als strategisches und qualifizierendes Merkmal in den Galeriekomplex eingefügt wurde, und zwar in einem kleinen Hof in der Nähe der Loggia dei Lanzi, der als Hof der „Alten Post“ bekannt ist. Dieses Werk war wie die anderen in seiner absoluten Besonderheit emblematisch und für die ausführenden UNTERNEHMEN von einem ständigen Bewusstsein geprägt: ein „einmaliges“ Werk zu schaffen. Jede Arbeit erwies sich als eine exklusive Baumaßnahme, und die Produktionsprozesse mussten sich notwendigerweise an die spezifischen Bedürfnisse des historischen Kontextes der Maßnahme anpassen.

Zivil / Data Center UNIPOL SAI
Energie / Gias